WAS IST MAL- UND GESTALTUNGSTHERAPIE ?

 

Was ist Mal- und Gestaltungstherapie ?
In der Mal- und Gestaltungstherapie werden bildnerisch-kreative Mittel eingesetzt. Durch Bilder und Objekt-gestaltungen bekommen innerseelische Prozesse neue Ausdrucksmöglichkeiten. Mal- und gestaltungstherapeutische Methoden werden gezielt eingesetzt, um einen neuen Zugang zu unseren inneren Potentialen und Ressourcen zu finden.

Damit wird es auch möglich, neue Strategien für unser Handeln einzutrainieren und mit Konflikt-, Krisen- und Problemsituationen anders umzugehen.

Wie arbeiten Mal- und GestaltungstherapeutInnen ?
Mal- und GestaltungstherapeutInnen geben Anregungen, wie der inneren Seelensprache Ausdruck verliehen werden kann. Sie helfen, die Symbolsprache des Unbewussten zu verstehen und diese in Bezug zu den aktuellen Lebensthemen zu setzen. Sie geben Hinweise wie man hinderliche Muster erkennen, umwandeln und in konkrete Handlungsschritte umsetzen kann. Sie haben ein Gespür für die Mobilisierung von inneren Ressourcen und das gesunde Potential, über das jeder Mensch verfügt.

Über kreative Ausdruckstechniken, Imaginationen, Märchenarbeit und Rollenspiel begleiten sie die Aktivierung der Entwicklungspotentiale von einzelnen Menschen und Gruppen. Sie helfen Lebensziele zu formulieren und zu realisieren.

Das, was gemalt, gezeichnet oder gestaltet wird, bildet in seiner authentischen Form die Basis für die Besprechung und Nachbearbeitung mit den KlientInnen. Es wird versucht, das kreative Tun für Therapiezwecke fruchtbar zu machen. Schöpferisches Tun öffnet - als sehr konfrontative Methode - sehr rasch den Zugang zu verdrängten oder nie erlebten Gefühlen und Gefühlsbereichen. M

Jedes gemalte, gezeichnete Bild oder geformte Figur, Darstellung etc. ist ein Symbol und als solches zu werten. Ähnlich der Traumarbeit (C.G.Jung) mit Symbolen werden auch in der Mal- und Gestaltungstherapie diese Symbole von den Klienten interpretiert, in Zusammenhang gebracht und als Teil ihrer selbst erlebt. Sei dies nun in der SELBSTerfahrung oder in der Bearbeitung von SCHATTENerfahrungen. Phantasien, Tagträume, Imaginationen, Träume, Märchenbilder, Märchenarbeit und Märchenbearbeitung - alles davon läßt sich gestalterisch ausdrücken und darstellen.

ES entsteht - das Bild, die Zeichnung - die Figur. Wichtig ist dabei immer - mit welchem Gefühl bzw. Gefühlserleben verbindet der Klient das Geschaffene mit sich und seiner Umwelt? Aus welchem Gefühl heraus hat er/sie das gemalt, gezeichnet oder geformt? Welche Gefühle sind während des Gestaltungsprozeßes aufgetaucht? Mit welchem Anteil in sich kann er das verbinden und will er/sie es damit in Verbindung bringen? Welcher Komplex wurde angesprochen - der Vater? Die Mutter? Das innere Kind? Wie hat er/sie ES gemalt, gezeichnet, geformt? Wo hat er/sie welchen Anteil aufs Papier oder auf die Unterlage gesetzt? Fragen, welche in der Nachbearbeitung gemeinsam mit den KlientInnen besprochen werden und die Basis für das weitere Vorgehen bilden.

 

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